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Ein Wanderurlaub in Südtirol



Brixen nach Klausen

rd.15 km

Die erste Etappe führt uns aus Brixen heraus. Es geht über den "Il sentiero dei Santi" (Der Weg der Heiligen) von 570 hm auf über 830 hm. Auf dem Zugang zu diesem Weg stand als Übersetzung "Besinnungsweg". Na ja, zumindest haben wir uns bei diesem Aufstieg schonmal besonnen und drauflos geschwitzt! Es geht bei bestem Wetter über Weiden, durch Kiefernwälder nach Feldthurns. Später ereichen wir, nach einem Abstecher über das Kloster Säben, Klausen.




Klausen nach Bozen

23,5 km

Die heutige Tour beginnt eigentlich recht entspannt. Trotzdem soll sie uns als "der Tag der Fehlentscheidungen" im Gedächtnis bleiben.
Wir werden Morgends am Hotel abgeholt und nach Saubach gefahren. Es ist jetzt bereits sehr warm und sonnig. Als man uns am Toureinstieg absetzt und noch freundlicherweise zeigt wo wir lang müssen, starten wir unsere Navis. So gerüstet starten wir...... prompt in die falsche Richtung! Irgendwas stimmt mit dem Trek auf den Navis nicht. Die Routenführung ist eher eine Schätzung, was uns natürlich den Einen oder Anderen Zusatzkilometer beschehrt. Aber es ist eine schöne Landschaft und (noch) sonniges Wetter. Im Finsterbachgraben hinter Legmoos machen wir Pause, um die Erdpyramiden zu fotografieren. Bei Oberbozen sollte es per Seilbahn zu unserem Tagesziel, nach Bozen, gehen. Hier rege ich blöderweise an, die restlichen 4 oder 5 km auch noch zu laufen. Wir waren ja noch gut drauf! Der Wanderweg nach Bozen biegt in einen Wald ein. Nach ca. 30 min. fängt es an zu regnen. Wir kommen auf eine asphaltierte Seitenstraße und ziehen uns ersteinmal Regensachen an. Als eine Abzweigung wieder in den Wald führt überlegen wir kurz, ob wir auf der Straße weiter gehen sollen. Wir entschieden uns für die landschaftlich schönere Strecke durch den Wald. Das war fatal! Was soll ich sagen: Rund 800 hm Abstieg auf 3 km und das in einem wahren Geröllfeld ist bei Regen überhaupt nicht lustig. Der Weg ähnelte auf der gesamten Länge einem ausgetrocknetem Flußbett, welches mit Felsbrocken und Wurzeln übersät ist. Alleine für dieses Stück haben wir fast 3 Stunden gebraucht. Nach diesem "Abstieg" standen wir mit wackeligen Knien, völlig platt und wie die Ferkel am Empfang unseres vier Sterne Hotel in Bozen und wollten nur noch auf unser Zimmer.




Girlan zum Kalterer See

13,5 km

Wir haben gestern dazugelernt und lassen uns heute mit einem Taxi aus Bozen herausfahren. Durch den morgendlichen Berufsverkehr der Stadt zu wandern, nur um des wanderns wegen, müssen wir nicht haben. So starten wir recht entspannt in Girlan ohne zu wissen, dass die Deutsche Fußballnationalmanschaft hier ihr Trainingslager für die bevorstehende WM hat. Der Weg führt durch schattige Wälder und wunderbare Landschaften. Vorbei am kleinen und großen Monticolosee geht es nach St. Josef am Kalterer See. Hier werden wir einen Ruhetag einlegen.




Kaltern nach Andrian

15,5 km

Heute fahren wir zunächst mit dem Bus nach Kaltern. Wir wandern los und kommen hinter Oberplanitzing zu den am Fuße des Gandberges gelegenen Eislöchern. Auf der Seite "suedtirolerland.it" wird das Phänomen wie folgt erklärt: "Dieses Naturphänomen wird mit dem physikalischen Prinzip der Windröhre erklärt. Das Gebiet rund um die Eislöcher ist von Porphyrschuttmassen geprägt. An den oberen Öffnungen der Blöcke fließt warme Luft hinein, die am Fels abkühlt. Die kalte Luft strömt anschließend nach unten und entweicht an den unteren Öffnungen der Gesteine als eiskalte Luft (0 - 9° C). Die Eislöcher verstreuen sich auf einem 200 m langen und 40 m breiten Landstreifen, auch im Hochsommer gibt es hier Eisstalaktiten." Entspannt erreichen wir Andrian.




Lana nach Meran

19,3 km

Und schon bricht unsere letzte Etappe an. Nennen wir ihn mal: "Den Tag der tausend Grüsse".
Wir werden mit vier Wanderinnen vom Hotel abgeholt und nach Lana gefahren. Von dort aus geht es über den "Meraner Waalweg" in Richtung Marling. Nun, nach den letzten Tagen kamen wir uns etwas, sagen wir einmal unterfordert vor. Außerdem mußten wir uns, nach Tagen der Einsamkeit auf den Wanderwegen, wieder an eine teils eher touristisch erschlossene und somit stark frequentierte Wanderroute gewöhnen. Wobei.... nach den ersten Stunden und gefühlten tausenden "Hallo", "Servus", "Grüß Gott" und anderen Grußformeln gibt man dieses Zeichen der Höflichkeit irgendwann auf. Wir überqueren vor dem Castello Plars die Etsch und gehen auf dem Algunder Waalweg weiter. Über die Tappeiner Promenade erreichen wir Meran. Wie auf unserer Radtour nach Venedig checken wir hier im City Hotel ein und werden noch eine knappe Woche hier genießen.


Von Lana nach Meran



Straßenkünstlerfestival "Asfaltart 2018" in Mean



Meran und die Gärten von Schloß Trauttmansdorrff



Wanderung in Meran 2000