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Von Andermatt bis Basel


Nach ca. 10 stündiger Zugfahrt kommen wir abends in unserem Hotel in Andermatt an. Erste Eindrücke; Fehlanzeige! Es ist bereits dunkel. Der nächste Morgen. Es ist trocken, mit ca. 10 Grad nicht gerade warm und bewölkt. Andermatt ist menschenleer.


Nach dem Frühstück ruft der Pass. Die erste Etappe unserer Tour von Andermatt nach Disentis (37km) war zu bewältigen. Die ersten Kehren zum Oberalppass sind schnell genommen. Dann kommt es wie es kommen mußte. Zur Erinnerung: Unser Heimatort liegt 38m ü.NN! Jetzt, bei ca. 1.700m, wurde die Luft im wahrsten Sinne des Wortes langsam dünn. Gut, man konnte die Verschnaufpausen zum Fotografieren nutzen (oder zumindest so tuen als ob man nur dazu angehalten hat). Ab Tschermut lief es dann wieder zügiger. Vorbei an dem noch eisbedeckten Oberalpsee vor dem Galerie, die am Restaurant Pitz Calmot endet. Geschafft! Vor uns lag nun die Abfahrt nach Disentis.


Die nächste Etappe von Disentis nach Chur (73km) begann mit Abfahrten, vorbei an kleineren Dörfern und dem jungen Rhein. Unglaublich, was aus diesem Bach wird! Nach den Anstiegen bei Valendas zeigt sich der Alpenrhein in voller Pracht.


Von Chur nach Fußach (93km), von der Schweiz nach Österreich. Bestes Radelwetter mit 25° und blauem Himmel. Aus den Bergen geht es entspannt in die Ebene. Aus Schotter- und Kieswegen werden asphaltierte Radwege. Genußradeln ist angesagt. Haben wir uns jetzt auch verdient!


Von Fußach aus geht es nach Konstanz (68km). Kurz nach unserer Abfahrt erreichen wir das Rheindelta, woran sich direkt der Bodensee anschließt. Da es nur eine kurze Etappe ist erreichen wir zügig Konstanz und können uns gemütlich die Stadt ansehen.


Die Etappe von Konstanz nach Eglisau (83km) wird uns noch einige Tage in Erinnerung bleiben. In Schaffhausen sind wie irgendwo von "unserer" Strecke abgekommen (dort verläuft der Rheinradweg auf verschiedene Routen), so das wir ungewollt auf der Schweizer Seite fuhren. Nun weiß man: Schweiz = Berge bzw. Anstiege! Das bei mittlerweile 35° ist nicht unbedingt lustig. So haben wirunseren Qualen in dem uns bis dahin völlig unbekannten Ort Eglisau einen Ende gesetzt. Das erste Schild mit den Worten "Zimmer frei" wurde umgehend von uns angefahren.


Der sechste Tag begann für uns mit der guten Botschaft, dass wir von Eglisau nach Rheinfelden / Herten (85km) ohne Steigungen über ein Kraftwerk auf die deutsche Seite und zu "unserem" Rheinradweg kommen. Deutschland hat uns wieder und wir radeln ins Badische Ländle. Mittlerweile erreichen die Temperaturen bereits über 40°. Auf dem Rheindeich wird das meist ungeschützte Fahren in der Sonne zu einer mehr als schweißtreibenden Angelegenheit.