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Von Norddeich nach Düsseldorf


Nach einer recht entspannten Bahnfahrt kommen wir am frühen Nachmittag in Norddeich / Mole an. Wir beschließen noch einen Abstecher nach Greetsiel zu machen und kämpfen uns mit einem kernigen Gegenwind Spätnachmittags nach Norddeich zurück. So haben wir am ersten Tag bereits 51 km erstrampelt.


Am zweiten Tag geht es über Marienhafe, Emden und Petkum von Norddeich nach Ditzum (64km).


Der Wetterbericht für den dritten Tag verheißt nichts Gutes! Und er soll recht behalten. Im Wechsel zwischen stärkerem und schwächerem Regen geht es von Ditzum nach Heede (70km). Liebe Reiseradler, die ihr eventuell auch mal diese Route fahren wollt. Hier ein gutgemeinter Tipp: Auf diesem Stück fährt man unterhalb des Deiches über Asphalt durch Weideflächen für Schafe. Nun ist es so, dass Schafe unentwegt fressen und damit sie nicht irgendwann platzen das, was vorne reinging hinten irgendwann wieder rauslassen. Wie gesagt fressen sie viel! Wenn es dann noch, wie bei unserer Fahrt regnet, sind längere Schutzbleche ein Segen! In Heede angekommen finden wir zeitgleich mit einem Wolkenbruch eine Unterkunft in der Radlerscheune.


Von Heede nach Lingen (77km) geht es am vierten Tag. Die Sonne kommt heraus und der Weg am Kanal ist in weiten Teilen neu asphaltiert. Es läuft so gut, dass wir die längste Etappe der eigendlich als "Genußtour" geplanten Tour fahren.


Von Lingen geht es am fünften Tag über Salzbergen und Rheine nach Emsdetten (61km).


Am sechsten Tag unserer Tour erwartet uns Herbstwetter par excellence! Im Nebel starten wir unsere Etappe von Emsdetten nach Münster (63km). Die Brillen beschlagen und unsere Klamotten sind nach kürzester Zeit klamm. Dank sandiger Wege sehen unsere Räder ab diesem Tag aus wie zwei panierte Schnitzel. Nein, dass wir uns später auf dem Weg nach Münster verfahren haben lag nicht mehr an dem Nebel. Der hat sich, ebenso wie das eine oder andere Hinweisschild des Radweges, verzogen. Letztendlich sind wir dennoch bei Sonnenschein in Münster angekommen.


Mit Sonne und vor allem Windstille ziehen wir an siebten Tag von Münster nach Datteln (67km). Kurzum: Bestes Radlerwetter! Wir sind uns einig, dass wir nach dieser Etappe den Dortmund-Ems-Kanal verlassen werden und ab Datteln dem Rhein-Herne-Kanal folgen werden.


Da wir von Dortmund aus nicht durch die Städte wuseln wollten, fahren wir am neunten Tag am Rhein-Herne-Kanal von Datteln bis Duisburg-Wedau (76km). Zugegeben, es war verlockend die Etappe durchzufahren, als wir das Hinweisschild nahe dem Duisburger Innenhafen "Düsseldorf 22 km" sahen. Letzten Endes hat sich meine Frau in Wedau dann jedoch spontan dazu entschlossen mir sehr deutlich zu signalisieren, dass sie an einer Weiterfahrt bis Düsseldorf nicht wirklich interessiert war.


Die letzte Etappe am zehnten Tag geht ganz entspannt von Duisburg nach Düsseldorf (37km). Nach pannen- und unfallfreien 565 km sind wir wieder zu Hause angekommen.